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Händehygiene: Nutzen und Risiken remanenter Wirkstoffe in alkoholischen Händedesinfektionsmitteln.

Einige weit verbreitete Händedesinfektionsmittel enthalten neben Alkoholen sogenannte Remanenzwirkstoffe wie etwa Chlorhexidin (CHG), Mecetroniumetilsulfat (MES) oder ortho-Phenylphenol (OPP), die die Langzeitwirkung verbessern sollen. Laut wissenschaftlicher Erkenntnisse bieten Remanenzwirkstoffe weder für die hygienische noch für die chirurgische Händedesinfektion einen Nutzen – bergen jedoch Risiken für die Hautgesundheit. Die aktuellen Empfehlungen „Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens“ und „Prävention postoperativer Wundinfektionen“ der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) raten deshalb davon ab, Händedesinfektionsmittel mit Remanenzwirkstoffen einzusetzen.

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Rechtssicherheit für Deutschland: Vermarktung hochwertiger alkoholischer Händedesinfektionsmittel als Biozidprodukte

Ein abschließendes Urteil des Verwaltungsgerichts Köln hat eine jahrelange Diskussion um die Frage, ob alkoholische Händedesinfektionsmittel zur Verwendung im deutschen Gesundheitswesen unter den Status des Arzneimittels oder des Biozids fallen, geklärt: Händedesinfektionsmittel zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion sind – wie in der gesamten Europäischen Union – Biozidprodukte im Sinne der Biozidverordnung (BiozidVO). Das Urteil hat grundlegende Bedeutung und sollte in Deutschland nun zu einer einheitlichen Einstufungspraxis und zu Rechtssicherheit für Hersteller und Anwender führen.

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Händedesinfektionsmittel als Biozidprodukte im Gesundheitswesen – die neueste Rechtsprechung und Erkenntnisse aus der Zulassungspraxis

In Deutschland wurden Händedesinfektionsmittel zur Anwendung in medizinischen Einrichtungen bisher als Arzneimittel eingestuft. Mit der Einführung des europäischen Biozidrechts hat der Gesetzgeber die Voraussetzung dafür geschaffen, dass Präparate zur Beseitigung von Krankheitserregern als Biozide reguliert werden. Das Produkte mit ähnlichen Wirkstoffen und identischer Zweckbestimmung damit unterschiedlichen Rechtsbereichen zugeordnet werden können, stellt für Hersteller eine große Herausforderung dar.

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Postoperative Wundinfektionen: hohe Gesundheitskosten nach der Operation

Postoperative Wundinfektionen (SSI) sind eine der Hauptursachen für die klinische und wirtschaftliche Belastung der Gesundheitssysteme weltweit. Laut einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2013 sind SSI mit geschätzten Kosten von 20.785 US-Dollar pro Patientenfall an dritter Stelle der kostenintensivsten im Gesundheitswesen erworbenen Infektionen (HAI). Die jährlichen Kosten von SSI in Europa werden auf zwischen 1,47 und 19,1 Milliarden Euro geschätzt, mit einer zusätzlichen Verweildauer im Krankenhaus von durchschnittlich 10 Tagen.

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Infektionen bei Hüft- und Knieprothesen vermeiden: "Der Erfolg der OP hängt auch von der Mitarbeit der Patienten ab"

Univ.-Prof. Dr. Ojan Assadian, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (ÖGKH) und Ärztlicher Direktor am Landesklinikum Neunkirchen, war Mitautor eines Expertisen-Papiers der “Initiative Sicherheit im OP” (SIOP) zur Infektionsprophylaxe von Hüft- und Knieendoprothetik. Im Interview gibt er Einblicke in die wichtigsten Punkte des Papiers.

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EN 16615: Wie funktioniert der 4-Felder-Test?

Die EN 16615 (4-Felder-Test) ist eine praxisnahe, quantitative Testmethode zur Beurteilung der bakteriziden und levuroziden Wirkung von Desinfektionstüchern für den medizinischen Bereich. Aktuell listet der Verbund für Angewandte Hygiene (VAH) in der VAH-Liste Produkte mit einer Einwirkzeit von 5 - 60 Minuten. Der Verband überprüft im Hinblick auf das Infektionsrisiko die Anpassung der Zeiten.

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Update SSI: Präoperative Risikofaktoren und Präventionsmöglichkeiten

2016 wurden knapp 59 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren in deutschen Krankenhäusern durchgeführt. Laut einer repräsentativen Analyse lag dabei der Anteil von postoperativen Wundinfektionen (SSI) unter den nosokomialen Infektionen bei 22,4 %, übertroffen nur von Infektionen der unteren Atemwege. Der Prävention von SSI sollte eine wesentliche Rolle zukommen. Denn sie können die Mortalitätsrate eines Patienten auf das 2- bis 11-fache erhöhen. Mit geeigneten prä-, intra- und postoperativen Maßnahmen lassen sich allerdings bis zu 60 % aller SSI verhindern.

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Untersuchungshandschuhe: „Nur eine korrekte Anwendung schützt vor Infektionen“

Der selbständige Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin Prof. Dr. Günter Kampf berät Krankenhäuser, Praxen, Medizinproduktenhersteller und Desinfektionsmittelhersteller zu Fragen der Krankenhaus- und Praxishygiene. Er hat zahlreiche Artikel in internationalen Fachzeitschriften publiziert und ist an der Universität Greifswald als außerplanmäßiger Professor für Hygiene und Umweltmedizin tätig. Auf diesem Factsheet finden Sie ein Interview mit ihm zur korrekten Anwendung von Untersuchungshandschuhen.

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