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Neue Studien: Sichtbare Wundheilung, zufriedene Ärzte und Patienten

Auf der diesjährigen Konferenz der European Wound Management Association (EWMA) in Göteborg, Schweden, wurden zwei neue Studien zur effizienten Behandlung chronischer Wunden vorgestellt. Die teilnehmenden Ärzte waren mit den Ergebnissen sehr zufrieden – vor allem aber helfen die Erkenntnisse den Patienten.

Sichtbare Fortschritte in der Wundbehandlung: Wie Ärzte dieses Ziel für ihre Patienten erreichen können, zeigen zwei neue Studien von Claas Roes, Leanne Calladine und Clare Morris. Die Ergebnisse wurden auf der Konferenz der European Wound Management Association (EWMA) im Juni 2019 vorgestellt. Während die eine Studie erfasste, wie zufrieden Ärzte und Patienten bei der Behandlung chronischer Wunden allein mit Hilfe eines Monofilamentfaser-Pads* waren, ging die zweite Studie noch einen Schritt weiter: Die Mediziner bewerteten die Ergebnisse der Wundbehandlung nach einem vorgegebenen Schema, dem sogenannten Wundmanagementpfad. Diese Behandlungsabfolge ist eine Kombination aus regelmäßigem Debridement und antimikrobiellen Wundauflagen. Beide Studien zeigten nicht nur einen deutlichen Fortschritt in der Wundheilung, sondern auch, wie zufrieden Ärzte und Patienten mit den Ergebnissen waren.

Bereits eine Behandlung mit Debridement-Pad zeigt Verbesserung

Chronische Wunden, die bereits Wundexsudat aufweisen, benötigen beim Verbandwechsel ein Debridement. 1180 Ärzte nahmen an der Studie teil, die diese Art von Wunden bei ihren Patienten entweder ein oder zwei Mal mit einem Monofilamentfaser-Pad behandelten. Anschließend bewerteten sie den Heilungsfortschritt ebenso wie ihre Zufriedenheit und die ihrer Patienten in einem elektronischen Fragebogen. Behandelt wurden venöse Ulzera (63%), Dekubiti (10%), diabetische Ulzera (8%), dehiszente Operationswunden (3%) und andere Wunden (13%). Das Ergebnis: Über alle Wundarten hinweg zeigte sich bei 78 Prozent der Wunden eine sichtbare positive Veränderung. Nach der zweiten Anwendung erhöhte sich dieser Wert sogar auf 91 Prozent. Das freut Ärzte und Patienten: Mehr als 80 Prozent waren mit den klinischen Ergebnissen entweder vollkommen zufrieden oder zufrieden.

Wundmanagementpfad gibt effektive Behandlungsabfolge vor

Die zweite Studie zeigt, wie wichtig es für einen guten Heilungsfortschritt ist, das mechanische Debridement mit Monofilamentfaser-Pads mit antimikrobiellen Wundauflagen zu kombinieren – und zwar in einem standardisierten Verfahren. Ärzte, die einem zuvor festgelegten Schema, dem Wundmanagementpfad, folgten, beobachteten bei vier von fünf Patienten nach zwei Wochen eine Verbesserung. Dafür beurteilten sie Wundeigenschaften wie Exsudatmenge, Fibrinproduktion und Infektionsstatus. Die innerhalb der Studie versorgten Wunden hatten sich mit dem Standardverfahren nicht gebessert und sehr wahrscheinlich mit Biofilmen belastet. Behandelt wurden venöse Ulzera (67,4%), Dekubitus-Wunden (10%), dehiszente Operationswunden (1,7%), diabetische Ulzera (7,4%) und andere Wunden (13,4%). Am Ende der Studie gaben 73 Prozent der Ärzte und Patienten an, zufrieden oder vollkommen zufrieden mit den erzielten Heilungsergebnissen zu sein. Der Wundmanagementpfad sieht in der ersten Woche drei mechanische Debridements vor, in der zweiten Woche zwei. Außerdem wurden die Patienten mit Wundverbänden versorgt, die antimikrobielle Wirkstoffe enthielten, unter anderem Silber (34%), Jod (23%), Honig (19%) und PHMB(4%)*.

Insgesamt zeigen beide Studien, wie wichtig das richtige Material und ein standardisiertes Vorgehen für eine optimale Wundheilung sind. Wenn beides stimmt, sind Ärzte und Patienten zufrieden mit dem Heilungsfortschritt.

Weiterführende Informationen

Zu den Originalpostern:

  1. Claas Roes, Leanne Calladine, Clare Morris, Rapid wound debridement
  2. Claas Roes, Leanne Calladine, Clare Morris, Real-world wound debridement

*kommerzieller Produkthinweis

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