Legionella pneumophila

Legionella Pneumophilia

Was ist Legionella pneumophila?

Das grammnegative, nicht sporenbildende aerobe Bakterium Legionella (L.) pneumophila ist eines von etwa 57 Arten aus der Familie der Legionellaceae, die insgesamt 79 Serogruppen umfasst. Legionellen leben ausschließlich in feuchter Umgebung oder Gewässern und bewegen sich dort mithilfe einer Geißel fort. Alle Legionellen-Arten sind als humanpathogen eingestuft, wobei L. pneumophila als aggressivster Infektionserreger bekannt ist. Diese Art ist für 90 Prozent der Legionellen-Erkrankungen verantwortlich. Infektionen mit Legionellen treten weltweit sporadisch und in Ausbrüchen auf. Ursprung solcher Fälle sind oft Warmwassertanks, Heizungen oder Klimaanlagen.

Wie wird Legionella pneumophila übertragen?

Infektionen erfolgen ausschließlich durch Quellen in der Umwelt, da Legionellen verbreitete und natürlich vorkommende Keime sind. Insbesondere im Grundwasser sind sie konstant in geringer Zahl vorhanden und vermehren sich dort bei Temperaturen um 55 Grad Celsius in Protozoen, beispielsweise Amöben. Bei einer Einschwemmung in grundwassergespeiste Rohrsysteme oder Warmwasseranlagen siedeln sich Legionellen an Biofilm und Ablagerungen an. Auch stehendes Leitungswasser stellt einen Nährboden dar.
Das kontaminierte Wasser zu trinken ist nicht gefährlich. Erst belasteter Wasserdampf, der beim Duschen oder in klimatisierten Räumen in die Lunge gelangt, kann eine Lungenentzündung auslösen.

Zu welchen Symptomen führt die Erkrankung?

Eine Infektion durch das Bakterium L. pneumophila kann sowohl die sogenannte Legionärskrankheit und das Pontiac-Fieber auslösen, als auch asymptomatisch verlaufen. Bei der Legionärskrankheit treten nach einer Inkubationszeit von etwa sechs bis sieben Tagen erste Symptome auf. Sie äußern sich in Form einer schweren atypischen Lungenentzündung, verbunden mit Unwohlsein, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen sowie unbegründetem Reizhusten. Zusätzlich setzen nach kurzer Zeit Schüttelfrost und Thoraxschmerzen ein, begleitet von einer erhöhten Körpertemperatur von bis zu 40,5 Grad Celsius und Durchfall. In zehn bis 15 Prozent der Fälle führt die Legionärskrankheit zum Tod.

Das Pontiac-Fieber ist dagegen eine Legionellose ohne Pneumonie, die nach 24 bis 48 Stunden Inkubationszeit ausbricht. Merkmal ist der deutlich leichtere Krankheitsverlauf gegenüber der Legionärskrankheit. Die Symptomatik setzt sich aus grippalen Anzeichen wie Kopf-, Glieder- und Thoraxschmerzen, trockenem Husten, Fieber und kurzzeitiger Verwirrtheit zusammen. Todesfälle sind weltweit bislang keine verzeichnet.

Bedeutung für Infektionen in Krankenhäusern und im ambulanten Bereich

Die Maßnahmen der Basishygiene werden als ausreichend erachtet, da eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung in der Regel nicht zu befürchten ist. Der direkte und indirekte Nachweis, sowie eine Infektion mit Legionella spp. ist dem Gesundheitsamt zu melden.

Desinfektionsmittelwirksamkeit zur Prävention

Das benötigte Wirkspektrum gegen Legionella pneumophila ist: bakterizid.

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