HIV

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Was ist HIV?

Humane Immundefizienz-Viren (HIV) sind lymphotrope Lentiviren aus der Familie der Retroviren und behüllt. Als „lymphotrop“ bezeichnen Experten einen viralen Infektionsweg über T- oder B-Lymphozyten. Es gibt zwei Typen des HI-Virus, HIV-1 und HIV-2, die wiederum in mehrere Subtypen unterteilt werden. Ist eine Zelle mit HIV infiziert, bleibt sie während ihrer gesamten Lebenszeit in der Lage, neue Viren zu produzieren. Vermutlich war HIV ursprünglich eine sogenannte Zoonose, also ein Virus, das von Mensch auf Tier und von Tier auf Mensch übertragen werden konnte. Mittlerweile nutzt es aber nur noch den Menschen als Reservoir. Schimpansen können zwar mit HIV-1 infiziert werden, erkranken aber nicht oder erst nach einer sehr langen Inkubationszeit.

Wie wird HIV übertragen?

HI-Viren können durch Blut und andere infektiöse Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch übertragen werden. Am häufigsten geschieht die Infektion durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Kurz vor und vor allem während der Geburt kann eine infizierte Schwangere das Virus auf ihr Kind übertragen. Nach der Geburt kann der Erreger beim Stillen über die Mundschleimhaut des Kindes aufgenommen werden.
Nicht übertragen wird HIV über Speichel, Tränenflüssigkeit, Tröpfcheninfektion, Nahrungsmittel, Wasser, Körperkontakt oder die gemeinsame Nutzung von Besteck oder sanitären Einrichtungen.

Wie äußert sich die Erkrankung?

Zunächst löst das Virus bei einem Teil der Infizierten sechs Tage bis sechs Wochen nach der Infektion Fieber, Lymphknotenschwellungen, Hautausschlag und teilweise Durchfall, sowie Schluckbeschwerden aus. Diese ersten Symptome halten ein bis zwei Wochen an und sind in der Regel nur schwach ausgeprägt. Nach dieser Phase können erstmalig spezifische Antikörper gegen HIV im Körper nachgewiesen werden, auch wenn der Betroffene noch nichts von seiner Infektion merkt.
Das symptomfreie Stadium kann Monate bis Jahre dauern. Der individuelle Verlauf der Erkrankung ist extrem unterschiedlich. Alle Patienten leiden jedoch unter einer ausgeprägten und irreversiblen Störung des Immunsystems. Die schwersten und oft lebensbedrohlichen Manifestationen der Krankheit werden als „acquired immunodeficiency syndrome“, kurz „AIDS“, bezeichnet. Etwa 70 % der Erkrankten entwickeln acht bis zehn Jahre nach der Ansteckung einen schweren Immundefekt mit lebensbedrohlichen Infektionen, sofern die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Bedeutung für Infektionen in Krankenhäusern und im ambulanten Bereich

Da das HI-Virus über kontaminiertes Blut und Blutprodukte übertragen werden kann, ist es zur Minderung des Risikos für Andere wichtig, dass HIV-Patienten vor der Behandlung das sie behandelnde Personal in Kenntnis setzen. Vor allem bei Injektionsutensilien sowie medizinischen Utensilien ist die Gefahr einer Infektion dann gegeben, wenn sie nicht richtig gereinigt oder entsorgt werden. Nach Behandlung eines Patienten mit HIV-Infektion genügen die routinemäßig erforderlichen Hygienemaßnahmen wie die Händedesinfektion, Desinfektion der patientennahen Flächen und die sachgerechte Aufbereitung der verwendeten Medizinprodukte. Während der Behandlung sind gegebenenfalls weitere Maßnahmen der Basishygiene anzuwenden, wie z.B. das Tragen von Schutzhandschuhen bei möglichem Kontakt mit Körperflüssigkeiten, oder auch das Anlegen von Schutzkittel, Mund- und Nasenschutz sowie Schutzbrille, wenn die Gefahr eines Kontaktes mit kontaminierten Tröpfchen besteht.

Überlebenszeit der Erreger auf unbelebten Oberflächen

Mindestens 7 Tage

Desinfektionsmittelwirksamkeit zur Prävention

Das benötigte Wirkspektrum gegen HIV ist: begrenzt viruzid

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