FSME-Virus

FSME Virus
FSME-Virus

Was ist das FSME-Virus?

FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten. Sie wird durch ein behülltes Virus der Gattung Flavivirus ausgelöst und meist von Zecken auf den Menschen übertragen. Die Erreger finden sich in vielen europäischen Ländern. In Deutschland sind vor allem die südlichen Bundesländer betroffen.

Wie werden FSME-Viren übertragen?

Das Virus vermehrt sich in kleinen Säugetieren, die häufig von Zecken befallen sind. Über diese kann es durch einen Biss in die Blutbahn des Menschen gelangen. Der häufigste Überträger in Zentraleuropa ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Sein bevorzugter Lebensraum sind Gräser, Wälder und Gebüsche. In den europäischen Risikogebieten tragen zwei bis fünf Prozent der Zecken das Virus in sich. Eine FSME-Infektion ist daher relativ selten. Selbst wenn das Virus übertragen wurde – was nicht bei jedem Biss einer infizierten Zecke passiert – erkranken nur bis zu einem Drittel der Betroffenen an FSME. Eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch ist nicht möglich, Erkrankte sind also nicht ansteckend. Sehr selten überträgt sich das Virus durch virusinfizierte Rohmilch von Ziegen und Schafen, in Ausnahmefällen auch von Kühen.

Wie äußerst sich die Erkrankung?

FSME-Infektionen treten vermehrt im Frühjahr und Sommer auf. Betroffene haben zunächst grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Die folgenden ein bis drei Wochen sind sie symptomfrei. Danach entwickelt ein Teil der Erkrankten eine Meningitis, Enzephalitis oder Myelitis, also eine Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks, die sich mit neurologischen Symptomen äußern. Eine solch schwere FSME kann mit Lähmungen des ganzen Körpers einhergehen und in Einzelfällen sogar zum Koma führen. Etwa einer von hundert Erkrankten mit diesen schweren Komplikationen stirbt an der Infektion. In 70 bis 95 Prozent der Fälle handelt es sich um eine asymptomatische und meist abgeschwächte Form der FSME.

Bedeutung für Infektionen in Krankenhäusern und im ambulanten Bereich

Im Umgang mit Kontaktpersonen sind keine besonderen Hygienemaßnahmen notwendig.

Desinfektionsmittelwirksamkeit zur Prävention

Das benötigte Wirkspektrum gegen Flaviviren ist: begrenzt viruzid

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