Denguevirus

Dengueviren
Denguevirus

Was ist das Denguevirus?

Dengueviren gehören zur Familie der Flaviviridae (RNA-Viren) und zur Gruppe der Arboviren. Das sind Viren, die durch Arthropoden (Gliederfüßer wie Moskitos, Sandfliegen und Zecken) übertragen werden. Es gibt vier verschiedene Serotypen (DEN-1, DEN-2, DEN-3 und DEN-4), die geographisch unterschiedlich verbreitet sind. Das Virus tritt in mehr als 100 tropischen und subtropischen Ländern auf, lässt sich aber auch in anderen Regionen feststellen, zum Beispiel auf den kanarischen Inseln. Die Gelbfiebermücke Aedes aegypti ist einer der wichtigsten Überträger des Erregers. Neben Dengue kann sie auch Chikungunya-, Zika- und Gelbfieberviren in sich tragen und weitergeben. Jährlich stecken sich rund 50 Millionen Menschen mit dem Denguevirus an. Dengue zählt zu einer der häufigsten Viruserkrankungen, die Reisende aus den Tropen mitbringen.

Wie wird das Denguevirus übertragen?

Das Denguevirus wird von Mücken übertragen, es kann nicht von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Die Übertragung des Virus von Mücke zu Mensch erfolgt meist in den frühen Morgenstunden oder während der Abenddämmerung durch eine weibliche, tagaktive Aedes aegypti-Mücke, die zuvor eine mit Dengue infizierte Person gestochen hat. Durch den Stich können die Krankheitserreger in den menschlichen Körper gelangen, in dem sie sich dann weiter vermehren. Die Mücken bleiben Zeit ihres Lebens infektiös und geben die Erreger an ihre Nachkommen weiter. Bei hohen Temperaturen, etwa in den Tropen, vermehren sich die Mücken besonders schnell. Als Brutplätze genügen ihnen kleinste Wasseransammlungen, wie sie zum Beispiel in weggeworfenen Flaschen, Plastikbehältern oder Kokosnussschalen zu finden sind.

Wie äußert sich die Erkrankung?

Die Inkubationszeit des Dengue-Fiebers beträgt drei bis 14 Tage. Es gibt unterschiedliche Verlaufsformen, die von milden grippeähnlichen Beschwerden, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen, wie Atemnot, Kreislaufkollaps oder Bluterbrechen führen können. Die gefährlichen Formen treten meist in Verbindung mit dem hämorrhagischen Dengue-Fieber (DHF) und dem Dengue-Schocksyndrom (DSS) auf. Zum Fieber kommen je nach Grad der Erkrankung oft schwere Erschöpfungszustände, Schüttelfrost und Magen-Darm-Trakt-Blutungen hinzu, sowie gelegentlich Bindehautentzündungen. Das Fieber hält in der Regel drei bis vier Tage an und geht einher mit einem verlangsamten Puls. Hautausschläge, Lymphknoten- und Milzschwellungen, Gelenk- und Muskelschmerzen sind weitere mögliche Symptome. Ein paar Tage, nachdem das Fieber gesunken ist, kann es erneut zu einem Temperaturanstieg kommen, zu dem oftmals ein großflächiger Hautausschlag hinzukommt. Auch Einblutungen in der Haut und in den Schleimhäuten sind möglich. Es kann mehrere Wochen dauern, bis sich Erkrankte von der Infektion erholt haben. Bei schwachem Verlauf dauert die Erkrankung in etwa drei Tage, die Symptome sind dabei deutlich weniger ausgeprägt.

Bedeutung für Infektionen in Krankenhäusern und im ambulanten Bereich

Laut Infektionsschutzgesetz ist der Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der Tod durch das Dengue-Fieber mit hämorrhagischen Verlauf meldepflichtig. Bei frühzeitiger Diagnose und angemessener Behandlung kann die Sterblichkeitsrate auf bis zu 1 % gesenkt werden. Das einzige Mittel, um eine Ausbreitung oder Epidemie des Denguevirus‘ in Ländern mit mangelhaften hygienischen Bedingungen zu verhindern, ist die systematische Bekämpfung der Mücken, beispielsweise durch großflächig eingesetzte Insektizide.

Wirkspektrum des passenden Desinfektionsmittels

Das benötigte Wirkspektrum gegen Dengueviren ist: begrenzt viruzid

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