Chlamydia pneumoniae

Chlamydia pneumoniae

Was ist Chlamydia pneumoniae?

Das Bakterium Chlamydia pneumoniae (Cp. pneumoniae) gehört der Gattung der Chlamydophila aus der Familie der Chlamydiaceae an. Der intrazelluläre Erreger ist humanpathogen und kann bislang nur einem Serotypen zugeordnet werden. Er benötigt stetig Energie aus der Wirtszelle und wird daher auch als Energieparasit bezeichnet. Das einzige bekannte Reservoir ist der Mensch. Eine Erkrankung durch das häufig vorkommende und weltweit verbreitete Cp. pneumoniae verursacht meist respiratorische Infektionen – also infektiöse Erkrankungen der Atemwege. Wissenschaftlichen Studien zufolge hatte bereits jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben Kontakt mit dem Bakterium.

Wie wird Chlamydia pneumoniae übertragen?

Cp. pneumoniae kann über viele Jahre inaktiv im Bereich der Atemwege verbleiben. Infizierte Personen bleiben so länger ansteckend und können den Erreger per Tröpfchenübertragung weitergeben. Betroffen sind Personen jeder Altersgruppe. Die meisten Erstinfektionen treten bei schulpflichtigen Kindern oder jungen Erwachsenen auf. Ältere Menschen reinfizieren sich insbesondere mit diesem Erreger, wenn sie sich an Orten mit Ballungspotential – zum Beispiel in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Gefängnissen – aufhalten.

Wie äußert sich die Erkrankung?

Nach einer Inkubationszeit von etwa einer Woche bis zu einem Monat können akute und chronische Infektionen der oberen Atemwege auftreten. Dazu gehören: eine gleichzeitige Entzündung der Luftröhren- und Bronchialschleimhaut (Trachebronchitis) sowie eine ambulant verursachte Lungenentzündung (Pneumonie). Grippeähnliche Begleiterscheinungen sind Schüttelfrost, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, anhaltender und unproduktiver Reizhusten sowie entzündlicher Hautausschlag. Auch ein asymptomatischer Krankheitsverlauf ist möglich. Jede Infektion mit Cp. pneumoniae führt zur Bildung von Antikörpern, die jedoch nicht protektiv agieren.

Bedeutung für Infektionen in Krankenhäusern und im ambulanten Bereich

Die Maßnahmen der Basishygiene, u.a. Händedesinfektion und Desinfektion der patientennahen und häufigen Handkontakt-Flächen sind umzusetzen.

Überlebensdauer der Erreger auf unbelebten Oberflächen

Bis zu 30 Stunden.

Desinfektionsmittelwirksamkeit zur Prävention

Das erforderliche Wirkspektrum des Desinfektionsmittels ist: bakterizid.

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